Partnerstadt GREENVILLE - Mississippi

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Informationen zu Greenville

 

Vorüberlegungen

 

Amerika und die Präsenz amerikanischer Soldaten in Deutschland waren nach 1945 mit ein Garant für den Frieden in Deutschland. Nach Öffnung der Ost-Grenzen besteht großes wirtschaftliches und kulturelles Interesse an den Ländern des ehemaligen Ostblocks. Dieser Trend ist sehr zu begrüßen, gleichwohl sollten die Beziehungen und Verbindungen nach Amerika nicht abreißen.

Aus dieser Überlegung heraus wurde über “Sister Cities International” in Alexandria, USA nach einer Partnerkommune in Amerika gefragt, wobei der Kontakt nach Greenville, Mississippi zustande kam.

 

Greenville


Greenville liegt im US-Bundesstaat Mississippi, direkt am gleichnamigen Fluß, im sogenannten Delta und hat ca. 40.000 Einwohner. Die Stadt wird von einem gewählten hauptamtlichen Bürgermeister und 6 Stadträten regiert. Die übergeordnete Verwaltungseinheit ist Washington County und umfaßt die Gemeinden Leland, Hollandale, Arcola, Metcalfe, Glen Allan, Stoneville und als “Hauptstadt” Greenville. Das County wird von einer aus 5 Mitgliedern bestehenden Kommission von Aufsichtsräten, die in den einzelnen Distrikten gewählt werden, regiert.

Washington County wurde 1827 als der 22ste County des Staates Mississippi gegründet. Jetzt liegt er an 4. Stelle in der Bevölkerungszahl. Greenville, der Sitz des County, wurde nach dem Bürgerkriegshelden Nathaniel Greene benannt. Er war ein enger Freund von George Washington, durch den der Landkreis seinen Namen bekommen hat.

Greenville ist die größte Stadt, die “auf” dem Mississippi gebaut wurde. Diese exponierte Lage macht auch den besonderen Flair dieser Region aus, die Heimat war und ist für viele bekannte amerikanische Schriftsteller, unter ihnen der Nobelpreisträger William Faulkner. Sie ist auch die Geburtsstätte des legendären Delta-Blues. Greenville nennt sich selbst “the most southern place on earth”, was soviel bedeutet wie “der Platz mit der meisten Südstaaten-Atmosphäre auf der ganzen Welt”.

Die ersten Siedler waren Indianer. Sie bauten Ihre Zelte auf von ihnen errichteten Hügeln am Ufer, um sie so vor der Überflutung durch den Mississippi zu schützen. Mehr über das Leben dieser Ureinwohner kann man im Winterville Indian Mounds State Park und Museum erfahren, das direkt vor den Toren Greenvilles liegt.

Bereits um 1850 entstand der erste große Damm um die Stadt und das fruchtbare Ackerland ringsum vor dem Fluß zu schützen, aber erst nach der großen Flutkatastrophe 1927 entstand der heutige Damm, der auch “die Große Mauer des Mississippi” genannt wird, weil er länger und höher als die chinesische Mauer ist.

Greenville hat den offiziellen Titel “Tree City”, was deutlich macht, daß die Stadt von vielen Parks und Grünanlagen bestimmt ist. Rund um das “Court House” befindet sich z.B. ein “Lehrgarten” mit aus der Region stammenden Bäumen. Zu den Sehenswürdigkeiten in der Stadt selbst, zählt die “St. Joseph Roman Catholic Church”, die eine Nachbildung der Kathedrale von Harlan/Holland ist und mit bunten Glasfenstern aus der Werkstatt des Münchners Emil Frei ausgestattet ist. Das “Wetherbee House” vermittelt einen Eindruck vom Leben in Greenville um 1850. Im “Old Number 1 Firehouse Museum” sind antike Geräte der Feuerwehr ausgestellt, unter anderem ein Feuerwehrauto aus der Zeit um die Jahrhundertwende, das Groß und Klein zum “Feuerwehrmann-Spielen” einlädt. Die “River Road Queen”, ein alter Mississippi-Schaufelraddampfer, dient heute als Ausstellungsgebäude mit Informationen zu Greenville und Washington County. Im “Downtown Shopping Park” befindet sich noch heute “Stein Mart”, das erste “factory outlet”-Geschäft der Welt.

In der näheren Umgebung finden sich zahlreiche interessante Ausflugsmöglichkeiten, wie z.B. der Leroy Percy State Park mit freilebenden Aligatoren, das Jim Henson Museum, der “Vater” der Muppets-Show oder die “Florewood River Plantation”, ein Freilichtmuseum, mit Originalgebäuden, -maschinen und -einrichtungsgegenständen aus der sogenannten Antebellum-Zeit und lebenden Statisten wie z.B. dem Plantagenbesitzer, den Sklavenaufseher oder der Köchin, die die Besucher anschaulich in die Zeit um 1850 zurückversetzen. In der weiteren Umgebung befindet sich z. B. die alte Universitätsstadt “Oxford” mit zahlreichen Antebellum-Villen noch aus der Zeit vor dem Bürgerkrieg, Vicksburgh, wo eine der größten Schlachten im Bürgerkrieg stattfand, Jackson, die Hauptstadt des Bundesstaates Mississippi und Memphis, wo man u. a. auch die Villa von Elvis Presley besichtigen kann.

Die größten Verkehrswege durch Greenville sind die U.S. Highways 82 und 61 sowie die Great River Road. Außerdem wird daran gearbeitet, Greenville in die geplante Nord-Süd Routenführung der Interstate Highways I-69 einzubinden. Greenville ist außerdem die westlichste Endstation der Columbus & Greenville Eisenbahn, einer regionalen Kurzstrecke, die in Ost-West Richtung fährt und die Verbindung zur Illinois Central Eisenbahn in Greenwood und der Norfolk Southern Eisenbahn in Columbus herstellt. Vom Mid Delta Regional-Flughafen besteht ein täglicher Flugverkehr nach Memphis, durch die Northwest Airline. Durch die strategisch günstige Verkehrslage hat sich Greenville auch zum größten Güterhafen im Bundesstaat Mississippi entwickelt.

Die Region, Washington County, als dessen Kreisstadt man Greenville bezeichnen könnte, ist ländlich strukturiert. Die Haupteinnahmequellen sind Landwirtschaft und die industrielle Verarbeitung der angebauten Produkte wie Baumwolle, Reis, Sojabohnen und Mais. In Greenville sind Industriebetriebe ansässig, die auch in Deutschland bekannt sind, nämlich “Uncle Ben’s” Reis und der T-Shirt-Hersteller “Fruit of the Loom”. Durch die im Washington County angesiedelte Forschungsstation des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums, hat Greenville eine Schlüsselposition für die Forschung im landwirtschaftlichen Sektor auf der ganzen Welt. Der deutsche Chemiekonzern BASF unterhält dort, wie viele andere internationale Chemiefirmen, eine Forschungsstelle.

Der überwiegende Anteil der Bevölkerung in Greenville und Washington County sind Schwarze. Dies erklärt sich vor allem dadurch, daß das Mississippi-Delta nach dem Bürgerkrieg als das “gelobte Land” für die befreiten Sklaven galt. Ein Hinweis für die kulturelle Vielfältigkeit in Greenville ist die große Anzahl der verschiedenen praktizierten Religionsgemeinschaften. Die Stadt ist die Heimat der größten jüdischen Gemeinde in Mississippi, es gibt zwei katholische Gemeindebezirke und an die 100 protestantische Kirchen.

In Greenville gibt es zwei öffentliche und drei private Schulen, jeweils bis zur 12. Klasse.

Im Sportbereich sind besonders die verschiedensten Wassersportmöglichkeiten, Tennis und Golf zu erwähnen. Außerdem gibt es sehr gute Jagdgebiete. Das Nachtleben spielt sich vor allem in den drei Casinos auf dem Mississippi ab und in den zahlreichen Blues-Kneipen. Das Delta gilt als die Wiege des Blues und viele bekannte Blues-Legenden wie z .B. B.B. King oder Little Richard machten Station in Greenville auf ihrem Weg zu internationalem Erfolg. Deshalb findet auch alljährlich Anfang September das große “Delta-Blues-Festival” in Greenville statt, das viele tausend Besucher aus der ganzen Welt anlockt.

Die Medienlandschaft ist in Greenville sehr vielfältig. Die "Delta Democrat Times" ist die Tageszeitung und erscheint täglich außer samstags Außerdem hat die Stadt noch zwei lokale Zeitungen (ähnlich unserer AVP), die einmal wöchentlich an die Haushalte in Washington County verteilt werden bzw. in den verschiedenen Geschäften ausliegen. Greenville hat zwei Fernsehstationen, das W.A.B.G. und das W.X.V.T. Außerdem sind einige Radiosender in der Stadt beheimatet. Ein Sender gehört der Familie von Bürgermeister Artman, der nebenbei dort auch noch tätig ist.

 

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