Blühflächen an den Straßenrändern

Meldung vom 02.07.2021

Um aktiv an den Kreisstraßen für mehr Blühwiesen und neue Lebensräume für Insekten zu sorgen, unterstützt der Landkreis Kronach die Initiative des Umweltministeriums gegen das Insektensterben. Dabei liegt der Fokus auf den Straßen- und Wegrändern, deren Pflege sich auf Grundlage des „Blühpakt Bayern“ in Zukunft verändern wird. Die Kommunen sind in diesem Maßnahmenpakt aufgefordert, sich um vielfältige, artenreiche und insektenfreundliche Grünflächen zu kümmern.

In Anlehnung an das neue Pflegekonzept fand eine Schulung der Kronacher Kreisbauhofmitarbeiter durch die Gebietsbetreuerin im Naturpark Frankenwald, Anna Bergmann, statt. Dabei wurde unter anderem das neue Konzept vorgestellt. Denn Hälfte aller bayerischen Insektenarten sind in ihrem Bestand gefährdet oder bereits ausgestorben. Gerade Straßenböschungen als „ungenutzte“ Strukturen und Flächen bieten großes Potenzial an Lebensraum und Nahrungsquelle für Insekten.

Um dieses Potenzial künftig besser zu nutzen, ist Folgendes geplant:

Die Intensivbereiche, sprich die Bankette, werden wie bisher jährlich 2-3 mal gemäht.

Ganz gezielt werden an den Straßenrändern Brachestreifen oder -abschnitte belassen und im jährlichen Wechsel gemäht. Das bedeutet, bei breiten Böschungen entlang der Straßen wird nur eine Mahdbreite gemäht und der daran anschließende Teil wird nicht gemäht – im Folgejahr kehrt sich die Mahd um.

Dort, wo der Straßenrand zu schmal ist, da vielleicht ein Radweg angrenzt, wird in Abschnitten gemäht. In diesem Fall wird zwischen zwei Leitpfosten gemäht, der Bewuchs im darauffolgenden Abschnitt bleibt stehen. Im nächsten Jahr kehrt sich das Prinzip um.

Das neue Pflegekonzept wird sicher die gewohnte Ansicht der Straßenränder verändern, wobei die Verkehrssicherheit auf jedem Fall oberste Priorität genießt. „Mit dem Vorhaben Blühflächen zu schaffen, bieten wir den Insekten Rückzugsorte, ein ganzjähriges gesichertes Nahrungsangebot sowie unterschiedliche Strukturen für unterschiedliche Insektenarten und werden dauerhaft artenreiche Lebensräume für die unentbehrlichen Insekten in unserem Ökosystem schaffen. Zudem wollen wir als Vorbild für andere Kommunen und Privatleute agieren und das Bewusstsein für die wichtige Thematik vertiefen,“ betont Anna Bergmann.

Gebietsbetreuerin im Naturpark Frankenwald Anna Bergmann (links) und Kreisbauhofleiter Christian Barnickel (ganz rechts) mit Mitarbeitern des Kreisbauhofes Kronach im Rahmen der Schulung

Kategorien: Landratsamt

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