Landkreis erhält Gütesiegel für Recycling von PP-Wahlplakaten

21. April 2026: Wenn Wahlen vorbei sind, geben nahezu alle Parteien ihre witterungsbeständigen Hohlkammer-Plakate aus Polypropylen (PP) an den Wertstoffhöfen in Birkach und Steinbach am Wald zur Entsorgung ab.

Der Landkreis Kronach macht dieses Angebot nunmehr bereits seit fünf Jahren und ermöglicht somit ein vollständiges Recycling dieser Plakate.

Möglich gemacht hat dies die Abfallwirtschaft des Landkreises, die mit „Circular-Print“ einen Partner gefunden hat, der weltweit die erste Recycling-Lösung für stark bedruckte PP-Platten anbietet. Dadurch kann das recycelte PP ohne Qualitätsverlust zu 100% wieder in den Herstellungsprozess des Ausgangsproduktes zurückgeführt werden. „Durch dieses Recycling-Modell haben wir jüngst durch die Sammlung von 600 Kilogramm Hohlkammer-Wahlplakaten zwei Tonnen CO2 eingespart und somit einen weiteren Beitrag zum Umweltschutz geleistet“, verdeutlichen Susanne Knauer-Marx und Ines Pfadenhauer von der Abfallwirtschaft im Landratsamt.

Für die Kreislaufführung von bedruckten Kunststoffplatten über „Circular-Print“ wurde in Zusammenarbeit mit der Johannes-Kepler-Universität Linz ein Gütezeichen geschaffen, anhand dessen die CO2-Einsparung dokumentiert wird. Dafür durfte der Landkreis Kronach nun eine Zertifizierungsurkunde in Empfang nehmen.

„Mit dieser Art des Recyclings unterstützen wir maßgeblich die Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe. Mein Dank gilt meinen Mitarbeitenden der Abfallwirtschaft, die sich hinsichtlich der Entsorgung von Materialien immer wieder neuen Herausforderungen stellen müssen und letztlich geeignete Lösungen zum Schutz unserer Umwelt präsentieren“, freut sich Landrat Klaus Löffler.

 

 

Susanne Knauer-Marx und Ines Pfadenhauer (von links) freuen sich gemeinsam mit Landrat Klaus Löffler (rechts) über das Recycling-Modell für die Hohlkammer-Wahlplakate und die damit in Verbindung stehende Zertifizierungsurkunde der Universität Linz. Mit im Bild Wertstoffhofwärter Michael Hofmann. Foto: Landratsamt / Michael Trebes