Junge Stimmen sollen in den Rathäusern gehört werden

01. Oktober 2026: Jugendbeauftragte und Bürgermeister aus dem Landkreis Kronach tauschen sich nach der Kommunalwahl aus – Kommunale Jugendarbeit gibt Impulse für die Arbeit vor Ort

Was wünschen sich Jugendliche von ihrer Gemeinde? Wo können sie sich einbringen? Und wie schaffen es ihre Anliegen bis in den Gemeinderat? Mit diesen Fragen haben sich die Jugendbeauftragten sowie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem Landkreis Kronach bei einem gemeinsamen Treffen beschäftigt. Nach der Kommunalwahl ging es dabei zunächst ums Kennenlernen – vor allem aber um die Frage, wie Jugendarbeit vor Ort gemeinsam weitergedacht werden kann.

Organisiert wurde das Treffen von der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises Kronach. Für viele der Jugendbeauftragten bot die Veranstaltung eine gute Gelegenheit, erstmals miteinander ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und Kontakte über die eigene Gemeindegrenze hinaus zu knüpfen.

Der stellvertretende Landrat Bernd Liebhardt begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und überbrachte die Grüße und besten Wünsche von Landrat Klaus Löffler. Dabei machte er deutlich, welchen Stellenwert die Jugendarbeit im Landkreis hat. Die Jugendbeauftragten übernähmen eine wichtige Aufgabe in ihren Gemeinden und seien ein entscheidendes Bindeglied zwischen jungen Menschen und der Kommunalpolitik.

Brücken bauen zwischen Jugendlichen und Kommunalpolitik

Genau um diese Brückenfunktion drehte sich anschließend der gemeinsame Austausch. Jugendbeauftragte sind Ansprechpartner für junge Menschen, kennen die Situation und die Themen vor Ort und können deren Anliegen in Gemeinderat und Verwaltung einbringen. Gleichzeitig können sie Jugendlichen zeigen, welche Möglichkeiten es in ihrer Gemeinde gibt, sich einzubringen und selbst etwas zu bewegen.

Doch dafür braucht es den direkten Draht zu den Jugendlichen. Gemeinsam blickten die Teilnehmer deshalb auch auf deren heutige Lebensrealität. Welche Themen beschäftigen junge Menschen? Was brauchen sie in ihrem Ort? Wo fehlen Angebote oder Beteiligungsmöglichkeiten? Und wie können Vereine und Verbände noch stärker eingebunden werden?

Dabei wurde schnell deutlich, dass es nicht die eine Lösung für alle Gemeinden gibt. Die Situation und Bedürfnisse junger Menschen unterscheiden sich von Ort zu Ort. Umso wichtiger sei es, zuzuhören und nicht nur über Jugendliche, sondern mit ihnen zu sprechen.

Ideen entstehen im gemeinsamen Gespräch

Im Austausch wurden erste Ideen für Aktionen und Angebote gesammelt. Im Mittelpunkt stand dabei ein Ansatz, der in der Jugendarbeit immer wichtiger wird: Angebote mit Jugendlichen und nicht nur für Jugendliche zu entwickeln. Junge Menschen sollen ihre Ideen einbringen und möglichst früh an der Planung beteiligt werden.

Begleitet wurde das Treffen von den Jugendpflegerinnen Eva Wicklein und Lisa Gratzke von der Kommunalen Jugendarbeit. Sie moderierten die Gesprächsrunden, gaben fachliche Impulse und brachten verschiedene Themen aus der praktischen Jugendarbeit ein.

Für die Jugendbeauftragten im Landkreis war das Treffen damit mehr als ein erstes Kennenlernen nach der Kommunalwahl. Es bot Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen, neue Kontakte zu knüpfen und den Blick über die eigene Gemeinde hinauszurichten.

Denn eines wurde an diesem Tag deutlich: Wer Jugendliche erreichen will, muss ihnen zuhören – und ihnen auch etwas zutrauen. Die Jugendbeauftragten können dabei eine wichtige Rolle spielen. Als Ansprechpartner, Vermittler und Brückenbauer zwischen jungen Menschen, Vereinen, Verwaltung und Kommunalpolitik.

Mit dem Treffen ist dafür im Landkreis Kronach ein gemeinsamer Startpunkt nach der Kommunalwahl geschaffen worden. Die gesammelten Ideen sollen nun in die Gemeinden getragen und gemeinsam mit den Jugendlichen weiterentwickelt werden.