Ein Abend voller weiblicher Musik
Volles Haus bei „She sings!“ – Ein Abend voller weiblicher Musik im Café Kitsch
Organisiert wurde der Abend von Gleichstellungsbeauftragter Lisa Gratzke, die die Besucherinnen und Besucher zu Beginn herzlich begrüßte. „Der Internationale Frauentag erinnert uns daran, wie viel Frauen bereits erreicht haben – aber auch daran, dass echte Gleichstellung noch immer keine Selbstverständlichkeit ist. Musik von Frauen erzählt von Mut, von Widerstand, von Hoffnung und von Selbstbestimmung. Genau diesen Stimmen wollen wir heute Raum geben.“
Für den musikalischen Auftakt sorgte der Cäcilia Frauenchor aus Kronach, der das Publikum mit einem stimmungsvollen Einstieg in den Abend willkommen hieß. Danach übernahm Susanne Trapper, die mit viel Charme und spürbarer Leidenschaft durch das Programm führte. Ihre Mischung aus Musik, Geschichten und Hintergrundwissen machte den Abend gleichermaßen unterhaltsam wie berührend. Trapper widmete sich ausschließlich Songs von Künstlerinnen, deren Musik Generationen geprägt hat. Zwischen den Liedern erzählte sie von den Lebenswegen der Musikerinnen, von der Entstehung der Stücke und von den Geschichten hinter den Texten – mal bewegend, mal überraschend, oft auch inspirierend.
So erklangen Klassiker wie „You’ve Got a Friend“ von Carole King oder „Mercedes Benz“ von Janis Joplin. Besonders nachdenkliche Momente brachte das Lied „Sind so kleine Hände“ von Bettina Wegner, während bei „Leuchtturm“ und „Wunder geschehen“ von Nena viele Gäste leise mitsummten und mitsangen. Mit Songs wie „Luka“ von Suzanne Vega und „Baby Can I Hold You“ von Tracy Chapman zeigte Trapper die leisen, erzählerischen Seiten weiblicher Songkunst. Später folgten kraftvolle Titel wie „What’s Up“, „Thank You“, „Angel“ und „Beautiful“, die das Publikum spürbar bewegten. Ein emotionaler Höhepunkt war „Girl on Fire“ von Alicia Keys – ein Lied über Stärke und Selbstbewusstsein, das perfekt zum Anlass des Abends passte. Auch deutschsprachige Titel fanden großen Anklang, etwa „Wie schön du bist“ von Sarah Connor oder „Dann soll da Liebe sein“ von Lotte. Mit neueren Stimmen wie Zoe Wees und ihrem Song „Control“ spannte Trapper den Bogen bis in die Gegenwart. Spätestens bei „When We Were Young“ von Adele war es im Raum beinahe andächtig still – bevor der Abend mit dem energiegeladenen „Heart of Glass“ von Blondie ausklang.
Der Applaus wollte danach kaum enden. Viele Gäste blieben noch im Café Kitsch, tauschten Eindrücke aus und genossen die besondere Atmosphäre dieses musikalischen Frauentagabends. Eines war dabei für alle spürbar: „She sings!“ war mehr als nur ein Konzert – es war eine Hommage an die Stimmen von Frauen, ihre Geschichten und ihre Musik.