Umgang mit Kindern mit leichten Krankheitssymptomen

Meldung vom 14.08.2020

Eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat gemeinsam mit Ärztevertreter/innen einen Leitfaden entwickelt, wie mit Kindern in der Tagesbetreuung verfahren werden soll, die lediglich leichte Krankheitssymptome, wie zum Beispiel eine verschnupfte Nase, aufweisen.

Soweit bisher bereits leichte Symptome von Kindern zum Ausschluss aus den Kindertageseinrichtungen/Kindertagespflegestellen geführt haben, ist dies derzeit aus epidemiologischer Sicht nicht länger erforderlich. Um auch künftig bei einer ungünstigen Entwicklung des Infektionsgeschehens einen präventiven Ausschluss von Kindern schon bei leichten Krankheitssymptomen zu vermeiden, ist vorgesehen, örtlich begrenzt nach Maßgabe eines Stufenplans zu reagieren. Welche Stufe bzw. Phase vorliegt bzw. wie auf welche Gefährdungslage zu reagieren ist, geben die Gesundheitsämter vor. Die drei Stufen sehen wie folgt aus:

Stufe 1 – Grüne Phase: Regelbetrieb
Stufe 2 – Gelbe Phase: Eingeschränkter Betrieb
Stufe 3 – Rote Phase: Eingeschränkte Notbetreuung


Anhand dieser Stufen entscheidet sich, wie mit Kindern mit leichten Krankheitssymptomen umgegangen wird: Grundsätzlich gilt, dass kranke Kinder in reduziertem Allgemeinzustand mit Fieber, Hals- oder Ohrenschmerzen, Bauchschmerzen, starkem Husten, Erbrechen oder Durchfall auch im Regelbetrieb keinen Zugang zu Kindertageseinrichtungen/Kindertagespflegestellen haben.
Kinder mit milden Krankheitssymptomen wie Schnupfen ohne Fieber oder gelegentlichem Husten dürfen in Stufe 1 und Stufe 2 die Kindertageseinrichtungen/Kindertagespflegestellen besuchen.
In Stufe 3 ist ein Besuch der Kindertageseinrichtungen/Kindertagespflegestellen von Kindern mit milden Krankheitssymptomen nur nach einem negativen Corona-Test möglich.
Sollte sich der Allgemeinzustand des Kindes im Tagesverlauf verschlechtern, z.B. zusätzlich Fieber auftreten, wäre ggf. das Kind zu isolieren und wären die Eltern zu informieren.
Die Vorlage eines Attestes wird seitens des Familienministeriums nicht gefordert.
Wir appellieren auch mit dem beigefügten Elterninformationsbrief ausdrücklich an die Eltern und deren Verantwortungsbereich, kranke Kinder in reduziertem Allgemeinzustand nicht in die Kindertageseinrichtungen/Kindertagespflegestellen zu bringen. Dies dient dem Schutz aller – der Beschäftigten und der Familien.

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