Landrat spricht von „Paradigmenwechsel“: Systemumstellung beim Winterdienst für mehr Verkehrssicherheit

Meldung vom 19.11.2018

In der nunmehr angelaufenen Winterdienst-Saison greift man im Landkreis Kronach auf die positiven Erfahrungen vom letzten Winter zurück. Da nämlich hatte eine von Landrat Klaus Löffler veranlasste Systemumstellung deutliche Verbesserungen erbracht, was besonders auch an der auffallend rückläufigen Zahl von Bürgerbeschwerden abzulesen war. Insbesondere der Landkreis-Norden hat von dieser Neuregelung profitiert. Das betonte Landrat Löffler bei einer Dienstbesprechung im Landratsamt, bei der auch einige weitere, für die Öffentlichkeit interessante Themen behandelt wurden.

Zu der deutlichen Systemverbesserung hat eine zentrale Maßnahme erheblich beigetragen: Der Kreisbauhof Nord in Ludwigsstadt wurde als Winterdienst-Stützpunkt reaktiviert. Eines der kreiseigenen Räum- und Streufahrzeuge ist jetzt ständig dort stationiert. Eine wesentliche Verbesserungsmaßnahme war es auch, dass der Landkreis ein zusätzliches Unternehmer-Fahrzeug mit Sitz in Hirschfeld unter Vertrag genommen hat. Damit sind jetzt im Kreisgebiet 14 Räum- und Streufahrzeuge für den Landkreis und das Staatliche Bauamt unterwegs. Die Folgen der vom Landrat rasch umgesetzten Neuregelung sind eine zusätzliche Räumstrecke und verringerte Umlaufzeiten. Klaus Löffler bezeichnete die Systemumstellung als einen „Paradigmenwechsel im Sinne der Verkehrssicherheit und Bürgerfreundlichkeit“.

Zur Praxis des Winterdienstes wurde bekannt gegeben, dass früh ab 2.30 Uhr so genannte Späher eingesetzt werden, die der Einsatzleitung den Straßenzustand und die Witterungsverhältnisse melden. Wenn es aufgrund der Feststellungen der Späher für erforderlich gehalten wird, wird auch präventiv gestreut, um die Gefahren für die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten. Weniger die Lufttemperatur als vielmehr die im Vergleich tiefere Bodentemperatur ist einer der Entscheidungsparameter für einen Streueinsatz. Dabei ist Feuchtsalz die sicherste, wirtschaftlichste und umweltfreundlichste Art, Straßen schnee- und eisfrei zu bekommen bzw. zu halten. Konkret bedeutet das, dass beim Streuvorgang Trockensalz mit 30 Prozent Lauge benetzt wird, wodurch es auf der Fahrbahn besser haftet und nicht verweht wird.

Für den neuen Leiter des Kreisbauhofs, Christian Barnickel, ist dies die erste Winterdienst-Saison in seiner Verantwortung. „Wir sind gut vorbereitet und auf alles eingestellt“, sagt er. Christian Barnickel war im Oktober 2015 als Straßenwärter vom städtischen Bauhof Sonneberg zum Bauhof-Team des Landkreises Kronach gekommen, das er nun seit Mai dieses Jahres leitet. Neben ihm gehören 15 Mitarbeiter und drei Auszubildende zum Kreisbauhof. Der 29-jährige Barnickel bezeichnet den verantwortungsvollen Beruf des Bauhofleiters, der viel Einsatz abverlangt, als seinen Traumberuf.   bg

Foto Christian Barnickel
Für den neuen Kronacher Kreisbauhofleiter Christian Barnickel hat die erste Winterdienst-Saison in seiner Verantwortung begonnen. Die Aufnahme entstand, als er kürzlich Kennzeichenhalter mit dem neuen Slogan „Unser Landkreis Kronach – Oberfrankens Spitze“ an seinem Dienst-Pkw anbrachte. Auch an den anderen Fahrzeugen des Landratsamts-Fuhrparks ist der Slogan zu lesen.   Foto: Bernd Graf

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