Informationen zur Impfsituation und Impfregistrierung

Meldung vom 09.03.2021

Der Landkreis Kronach liegt mit seinen Impfquoten von 7,69 (Erst-) und 4,39 (Zweitimpfung) sowohl über dem bayern- (6,8/3,3) als auch über dem bundesweiten Durchschnitt (6,2/3,02).Dass die Abläufe reibungslos funktionieren, liegt unter anderem an der hervorragenden Arbeit von Impfzentrumleiter Ralf Schmidt und seinem Team. Er gibt einen Einblick in die Arbeit und in die weiteren Planungen.

Spätestens Anfang April soll es drei Außenstellen des Kronacher Impfzentrums in Nordhalben, Steinbach und Neukenroth geben. Wie weit sind da die Planungen?

Ralf Schmidt: Wir werden am 29. März den Betrieb in der ersten Außenstelle aufnehmen. Geplant ist es, jeweils für Montag bis Sonntag Impftermine anzubieten. Los geht es in Steinbach in der Rennsteighalle. Im wöchentlichen Wechsel geht es anschließend weiter in Nordhalben und dann in Neukenroth. Parallel dazu läuft der Betrieb im Kronacher Impfzentrum weiter. Dort impfen wir bereits in dieser Woche an sieben Tagen. Das wird dann auch in Zukunft der Standard sein.

Wenn man zusätzliche Kapazitäten schafft, benötigt man auch mehr Impfstoff. Sind hier bereits zusätzliche Lieferungen in Aussicht gestellt?

Wir haben bereits in dieser Woche zusätzlichen Impfstoff zur Verfügung gestellt bekommen, erstmals auch den von Moderna. Damit werden wir täglich 400 Impfungen und damit bis zum nächsten Dienstag rund 3000 Impfungen durchführen können. Darüber hinaus ist uns gerade ab April deutlich mehr Impfstoff in Aussicht gestellt.

Haben sich denn überhaupt ausreichend Menschen für eine Impfung registrieren lassen bzw. wer sollte sich zeitnah registrieren?

Es haben sich bislang rund 13.000 Menschen registriert. Allerdings kann ich jedem, der sich impfen lassen möchte, nur raten, dies schnell zu tun. Es wäre ein Fehler zu denken, dass man von der Impfreihenfolge noch nicht dran ist und deshalb mit der Registrierung noch wartet. Wir können zwar keine Garantie für einen zeitnahen Termin geben, aber das kann dann auch mal ganz schnell gehen. Und dann wäre es fatal, wenn man sich noch nicht registriert hat und wir unter Umständen Impfstofflieferungen absagen müssten.

Was gilt es bei der Registrierung für einen Impftermin zu beachten?

Wer nicht die Möglichkeit hat, sich übers Internet zu registrieren, kann dies telefonisch unter 09261 678-666 machen. Allerdings kann es an der Hotline aber natürlich immer wieder mal zu Wartezeiten kommen. Am einfachsten ist es, sich online über https://impfzentren.bayern/citizen/ zu registrieren. Dort kann man in Ruhe seine Daten eingeben und bekommt dann zu gegebener Zeit einen Terminvorschlag.

Was passiert, wenn man einen übers Registrierungssystem angebotenen Termin nicht wahrnehmen kann?

Das ist aktuell tatsächlich noch ein Problem. Normalerweise bekommt man eine Benachrichtigung per SMS oder auch per Mail, dass ein Impftermin zur Verfügung steht. Sollte man diesen Vorschlag im Registrierungssystem allerdings nicht bestätigen, wird man nicht mehr automatisch darauf hingewiesen. Man muss also danach immer wieder ins Registrierungsportal schauen, über das automatisch neue Termine vorgeschlagen werden. Macht man dies nicht, wundert man sich unter Umständen, warum man keinen Termin bekommt, obwohl andere aus niedrigeren Priorisierungsgruppen vielleicht schon geimpft wurden. Das ist noch eine kleine Schwäche des Systems, die wir aber bereits ans Ministerium gemeldet haben. Deshalb kann ich nur an alle appellieren, die vielleicht noch einmal eingeladen wurden, den Termin aber nicht bestätigt haben, immer wieder auf dieses Registrierungsportal zu schauen.

Die Altersgruppe der Ü80-Jährigen genießt ja nach wie vor die höchste Priorität beim Impfen.Wie viele dieser Personengruppe sind denn bereits geimpft?

Wir haben im Landkreis über 5000 Menschen, die dieser Altersgruppe zuzuordnen sind. Wir wissen zwar nicht genau, wie viele von ihnen sich tatsächlich angemeldet haben, aber in Bezug auf die rund 5000 Personen haben wir bereits rund die Hälfte von ihnen geimpft.

Es ist ja immer wieder mal von Impfreaktionen zu hören. Muss man sich darüber Sorgen machen?

Eine Impfreaktion ist nicht außergewöhnlich und auch nichts Schlimmes. Letztlich ist es ein gutes Indiz dafür, dass das Immunsystem auf die Impfung reagiert und der Körper schnell und intensiv anfängt, Abwehrstoffe aufzubauen. Bei dem einen kann die Reaktion stärker ausfallen. Mancher merkt vielleicht sogar nichts. Aber grundsätzlich muss man sich wegen einer Reaktion im Normalfall keine Gedanken machen. Hat jemand Bedenken, weil er nach der Impfung Symptome aufweist, kann er aber natürlich jederzeit seinen Hausarzt aufsuchen.

Wird man vor der eigentlichen Impfung von einem Arzt aufgeklärt?

Vor jeder Impfung findet ein Gespräch statt, in dem zum einen über die Impfung aufgeklärt wird, man zum anderen aber auch selbst Fragen beispielsweise über Vorerkrankungen und Allergien ansprechen kann. Außerdem werden dabei grundsätzlich, die bei der Impfregistrierung angegebenen Daten abgeglichen. Erst danach geht es zur Impfung.

 

Kategorien: Landratsamt

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