„Bitte stör mich! – Aktiv gegen Depression“

Meldung vom 27.04.2017

Über Symptome, Ursachen und Therapiemöglichkeiten bei depressiven Erkrankungen informieren Experten die Bevölkerung am 17. Mai im Landratsamt Kronach.

Mit der Kampagne „Bitte stör mich! – Aktiv gegen Depression“ greift das Bayerische Gesundheitsministerium die Psyche Erwachsener als Schwerpunktthema auf. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts leiden unter den Erwachsenen rund zehn Prozent der Frauen und sechs Prozent der Männer im Laufe eines Jahres unter depressiven Verstimmungen.

Eine Depression entwickelt sich in der Regel schleichend. Allzu oft werden typische Symptome wie zunehmende Freudlosigkeit, Erschöpfung, Niedergeschlagenheit und eingeschränkte Leistungsfähigkeit als „schlechte Stimmung“ abgetan. Liegen die Symptome jedoch über mehrere Wochen vor, sollten Betroffene ihren Arzt aufsuchen, um eine mögliche Erkrankung abzuklären. Über Depressionen zu reden, ist nicht leicht, denn Depressionen gelten noch immer als Tabuthema und Betroffene werden schnell als „überfordert“ oder „nicht belastbar“ stigmatisiert. Dadurch ist die Scham vieler Betroffenen so stark, dass sie nicht zum Arzt gehen. Eine Depression ist jedoch eine ernstzunehmende Krankheit, die jeden treffen kann und frühzeitig behandelt werden sollte. Für Betroffene und ihre Angehörigen stellt die Krankheit eine schwere Belastung dar. Vor diesem Hintergrund laden die Präventionsstelle des Kreisjugendamtes Kronach und die Gesundheitsregionplus, alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Kronach am 17. Mai 2017 um 18:30 Uhr ins Landratsamt Kronach, Großer Sitzungssaal, 1. Stock zur Veranstaltung „Bitte stör mich! – Aktiv gegen Depression“ ein.

Für den Abend konnten drei renommierte Referenten gewonnen werden:

Zum einen Herr Dr. med. (Mag. sc. hum.) Johannes Kornacher, leitender Oberarzt an der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Bezirkskrankenhaus Bayreuth der GeBO (Gesundheitseinrichtungen Bezirk Oberfranken), welcher mit seinem Vortrag „Depressive Erkrankungen – erkennen und behandeln“ zunächst allgemein über das Erkrankungsbild informiert. Im Anschluss referiert Diplom-Psychologin Nicole Koburger, stellvertretende Geschäftsführerin der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Projektleiterin "iFightDepression" Deutschland, zu onlinebasierten Unterstützungsmöglichkeiten bei depressiven Störungen („E-Mental-Health-Angebote“), die therapiebegleitend angewendet werden können. Zur Abrundung des Abends wird Diplom-Sozialpädagogin Elisabeth Reich vom Sozialpsychiatrischen Dienst Kronach die vielfältigen Angebote der Einrichtung vorstellen.

Die Veranstalter möchten zusammen mit der Psychotherapeutin Susann Krautwurst, die stellvertretend für die Psychotherapeuten des Landkreises in den Gremien der Gesundheitsregionplus aktiv ist, über das Erkrankungsbild und den Umgang mit Betroffenen informieren sowie über Anlaufstellen aufklären.

Die Veranstaltung wird durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördert. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Auf dem Bild zu sehen von links nach rechts: Nadine Förtsch, Andrea Hahn, Susann Krautwurst, Hedwig Krutsch
Auf dem Bild zu sehen von links nach rechts: Nadine Förtsch, Andrea Hahn, Susann Krautwurst, Hedwig Krutsch

Kategorien: Landratsamt