Pressemitteilung des Landratsamtes Kronach vom 20.03.2020

Appell des Landrats zur vorläufigen Ausgangsbeschränkung

Mittlerweile zwölf bestätigte Infizierte im Landkreis Kronach

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz traf sich mit Fachberatern

Amtsbesuche: nur nach Vereinbarung und nur wenn dringend nötig

 

„Jeder wird angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten.“ So beginnt die Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom Freitag, die Landrat Klaus Löffler zum Anlass für einen Appell an die Landkreisbevölkerung nimmt. Er bittet inständig darum, die Vorgaben der vorläufigen Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie sehr ernst zu nehmen. „Es kommt jetzt auf jeden Einzelnen an, um in einer gemeinsamen Kraftanstrengung die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen“, so Löffler. „Es braucht die Vernunft, die Einsicht und das Verantwortungsbewusstsein aller. Nur gemeinsam können wir das schaffen.“

 

Im Landkreis Kronach gibt es mittlerweile zwölf bestätigte Fälle von Coronavirus-Infektionen. Am Donnerstagabend waren beim Gesundheitsamt sieben positive CoV-Nachweise eingegangen, wodurch sich die Zahl auf elf erhöhte. Bei den Betroffenen handelt es sich um bereits bekannte Kontaktpersonen aus einem der ersten Fälle. Der zwölfte Fall kam am Freitagmittag hinzu. Hierbei handelt es sich um einen Tirol-Rückkehrer aus dem südlichen Landkreis, der nicht zum Kreis der bis dahin ermittelten Kontaktpersonen aus früheren Fällen zählt.

 

Am Freitagvormittag fand im Landratsamt eine Lage- und Abstimmungsbesprechung der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) statt, die aufgrund der dynamischen Entwicklung im Corona-Geschehen kurzfristig einberufen worden war. Beteiligt waren die Vertreter des Landratsamtes, der Frankenwald-Klinik, des Roten Kreuzes, des Technischen Hilfswerks, der Feuerwehr und der Polizei. Wie Landrat Klaus Löffler in seinen Eröffnungsworten betonte, werde der Auftrag sehr ernst genommen, sich präventiv für den Schutz der anvertrauten Menschen zu engagieren. Die FüGK trifft sich in den nächsten Tagen je nach Bedarf in kleinerer oder in größerer Runde, um die jeweils erforderlichen Maßnahmen abzustimmen und zu veranlassen.

 

Abermals wird darauf hingewiesen, dass der reguläre Dienstbetrieb des Kronacher Landratsamtes nur noch sehr eingeschränkt möglich ist. Bis auf Weiteres gilt daher: Persönliche Vorsprachen im Amt können regelmäßig nur noch nach vorheriger Vereinbarung per Telefon, E-Mail oder Online-Terminvergabe (z. B. im Kfz-Bereich) wahrgenommen werden. Grundsätzlich soll bei jedem Anliegen zunächst eine telefonische Abklärung erfolgen, ob ein zeitnaher Amtsbesuch zwingend erforderlich ist. Für die Einreichung oder Abgabe von Dokumenten wird gebeten, auf Briefpost oder den Briefkasten des Landratsamtes zurückzugreifen. Unabhängig davon stehen die Mitarbeiter des Hauses weiterhin so weit wie möglich für Bürgeranliegen zur Verfügung, um während der regulären Öffnungszeiten telefonisch oder per E-Mail zu beraten bzw. Auskunft zu geben.

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