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Broschüre "Sex sells - Mit mir nicht!" -
 Werbung nimmt in unserer Gesellschaft eine dominante Rolle ein:
Sie schafft Bilder, transportiert Botschaften, beeinflusst Vorstellungen – effektiver und eindringlicher als andere Medien, denn Werbung ist plakativ und allgegenwärtig. Sie ist natürlich auch ein Spiegelbild einer Gesellschaft, die sich das Leben in Toleranz als herausragende Errungenschaft erkämpft hat. Toleranz bedeutet aber auch Grenzen. Die eigene Freiheit endet am Freiheitsanspruch und an der Verletzung der Würde der anderen.
Immer wieder kommt es vor, dass Unternehmen mit zweifelhaften Bildmotiven und Slogans für ihre Produkte werben. Gezielter Tabubruch, die Verletzung des guten Geschmacks und das Balancieren am Rande des Erlaubten sollen das Interesse des Publikums wecken. Das darf jedoch kein Grund sein, weibliche Sexualität für Werbezwecke zu missbrauchen. Herabwürdigend präsentierte Frauenkörper, sexistische Anspielungen und anzügliche Sprüche verärgern zu Recht viele Menschen.
Deshalb sind alle aufgefordert, ihre Verantwortung wahrzunehmen. Unternehmen haben es in der Hand, auf Werbung zu verzichten, die in irgendeiner Weise die Würde von Frauen missachtet, ebenso auf Werbung, die ein einseitiges, einschränkendes Frauenbild vermittelt. Solche Werbemethoden sind weder kreativ noch innovativ.
Verbraucherinnen und Verbraucher können und sollen sich gegen frauenfeindliche Werbung wehren.
Unterstützung erhalten sie dabei von den Gleichstellungsbeauftragten, zu deren Aufgabe, auf die Gleichstellung von Frauen und Männern in Familie, Beruf und Gesellschaft hinzuwirken, auch der Bereich „Darstellung von Frauen in Bild und Sprache“ gehört. Deshalb hat die Landesarbeitsgemeinschaft der bayerischen Gleichstellungsbeauftragten die Broschüre "Sex sells? - Mit mir nicht!" herausgegeben.
Es sind darin Hinweise zu finden, woran frauenfeindliche Werbung erkannt wird und wo Beschwerden eingereicht werden können.
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