Überschwemmungsgebiete

Überschwemmungsgebiete sind alle Flächen, die bei Hochwässern unter Wasser stehen. Man darf dabei nicht von kleinen Hochwässern ausgehen, wie sie nahezu alle Jahre auftreten. Die Wasserwirtschaft geht von Ereignissen aus, die - statistisch gesehen - alle 100 Jahre eintreten.

Überschwemmungsgebiete sind besonders sensible Bereiche. Werden in ihnen Veränderungen vorgenommen, kann das vielfältige Auswirkungen haben. Wird die Fließrichtung des Hochwassers geändert, können öffentliche Einrichtungen, das Hab und Gut oder gar das Leben von Mitbürgern Schaden leiden. Hochwässer fließen um so schneller flussabwärts, wenn deren Rückhalteräume verkleinert oder gar beseitigt werden. Deshalb hat der Gesetzgeber die Überschwemmungsgebiete unter einen besonderen Schutz gestellt. In Überschwemmungsgebieten ist deshalb vieles nicht erlaubt, was an anderer Stelle problemlos möglich ist: Auffüllen von Grundstücken, Errichtung baulicher Anlagen, Anlegen von Dämmen, abflussbehindernde Anpflanzungen. Selbstverständlich sind Überschwemmungsgebiete auch kein Bauland. Wer sein Wohnhaus oder seinen Betrieb ins Überschwemmungsgebiet baut, gefährdet sich und sein Eigentum selbst.

Im Landkreis Kronach gibt es derzeit sechs durch Verordnung festgesetzte Überschwemmungsgebiete: 

  1. Überschwemmungsgebiet an der Rodach südlich Kronach 
  2. Überschwemmungsgebiet am Leßbach 
  3. Überschwemmungsgebiet an der Steinach 
  4. Überschwemmungsgebiet an der Föritz
  5. Überschwemmungsgebiete an der Haßlach 
Darüber hinaus gibt es entlang der Gewässer natürliche Überschwemmungsgebietsflächen.

Derzeit werden an den großen Flüssen im Landkreis Kronach (Rodach, Wilde Rodach, Haßlach, Kronach und Leßbach) neue bzw. überarbeitete Überschwemmungsgebietspläne erstellt. Mit diesem Unterlagen werden dann die entsprechenden Verordnungsverfahren eingeleitet.

Auskünfte allgemeiner Art zur Festsetzung der Überschwemmungsgebiete können dem FLYER der Regierung von Oberfranken (siehe Merkblätter) entnommen werden.

Darüber hinaus finden Sie Informationen zur Festsetzung der einzelnen Überschwemmungsgebiete des Landkreises Kronach in nachfolgender Tabelle:

 Föritz

 Steinach

 Rodach

 Leßbach

Haßlach Klosterbrücke

Haßlach Biegenwehr 

 Flyer

 Flyer

 

 Bekanntmachung

Bescheid

Beschluss

 Verordnung

Verordnung 

Verordnung 

Verordnung 

Lageplan 1

Lageplan

Anlage zur
Verordnung

Anlage zur
Verordnung
 

Anlage zur
Verordnung
 

 

Lageplan 2

 

Übersichtsplan 

Übersichtsplan 

Übersichtsplan 

Übersichtsplan 

Lageplan 3

 

 Verfügung

Verfügung 

  

Lageplan 4

 
    

Lageplan 5

 

 

Sicherung von hochwassergefährdeten Gebieten

Die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es wichtig ist, aktiv vorzusorgen, um Hochwasserschäden zu minimieren. Eine Voraussetzung dafür ist, die Gebiete zu ermitteln, die bei Hochwasser voraussichtlich überschwemmt werden. Das Bayerische Wassergesetz verpflichtet deshalb die Wasserwirtschaftsämter, die Überschwemmungsgebiete in Bayern zu ermitteln und zu kartieren.

Grundlage für die Ermittlung des Überschwemmungsgebietes ist das 100-jährliche Hochwasser (Bemessungshochwasser – HQ100). Ein 100-jährliches Hochwasser wird im statistischen Mittel in 100 Jahren einmal erreicht oder überschritten. Da es sich um einen statistischen Wert handelt, kann dieser Abfluss innerhalb von 100 Jahren auch mehrfach auftreten.

Für die nachfolgenden Gewässer wurden bereits die Grenzen ermittelt. Das Landratsamt Kronach hat die ermittelten Gebiete entsprechend vorläufig gesichert. Die Informationen hierzu können nachfolgend eingesehen werden. Aus rechtlicher Sicht ist das Amtsblatt der Landkreises und Landratsamtes Kronach maßgeblich.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich dabei um die Ermittlung und Dokumentation einer von Natur aus bestehenden Gefährdungslage und nicht um eine durchgeführte oder veränderbare Planung, d.h. um von Amts wegen festzustellende Tatsachen handelt.

 Gewässer Kronach

 Sicherung

Verfügung

Pläne

 Verlängerung

 Bekanntmachung

Bekanntmachung

Übersichtsplan

Detailpläne

 Bekanntmachung

Gewässer Haßlach

Sicherung

Verfügung

Pläne

Verlängerung 

Bekanntmachung

Bekanntmachung

Übersichtsplan

Detailpläne

 Bekanntmachung

Gewässer Rodach

Sicherung

Verfügung

Pläne

 Verlängerung

Bekanntmachung

Bekanntmachung

Übersichtsplan

Detailpläne

 Bekanntmachung

Gewässer Wilde Rodach

Sicherung

Verfügung

Pläne

Verlängerung 

Bekanntmachung

Bekanntmachung

Übersichtsplan

Detailpläne

 Bekanntmachung

Gewässer Loquitz

Sicherung

Verfügung

Pläne

 Verlängerung

Bekanntmachung

Bekanntmachung

Übersichtsplan

Detailpläne

 Bekanntmachung

Gewässer Taugwitz

Sicherung

Verfügung

Pläne

Verlängerung 

Bekanntmachung

Bekanntmachung

Übersichtsplan

Detailpläne

 Bekanntmachung

Gewässer Leßbach

Sicherung

Verfügung

Pläne

Verlängerung 

Bekanntmachung

Bekanntmachung

Übersichtsplan

Detailpläne

 Bekannmachung

Eigenschutz

Wir weisen darauf hin, dass jeder Grundstückseigentümer zur Sicherung seines Eigentums eigenverantwortlich zuständig ist, um Hochwasserschäden abzuwenden.

Bauliche Anlagen im Überschwemmungsgebiet

Nach § 78 Abs. 4 WHG ist die Errichtung oder Erweiterung baulicher Anlagen in einem vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebiet untersagt.

Das Landratsamt Kronach kann die Errichtung oder Erweiterung einer baulichen Anlage im Einzelfall zulassen, wenn

  1. das Vorhaben

    a)  die Hochwasserrückhaltung nicht oder nur unwesentlich beeinträchtigt und der Verlust von verloren gehenden Rückhalteraum umfang-, funktions- und zeitgleich ausgeglichen wird,

    b) den Wasserstand und den Abfluss bei Hochwasser nicht nachteilig verändert,

    c) den bestehenden Hochwasserschutz nicht beeinträchtigt und

    d) hochwasserangepasst ausgeführt wird oder

  2. die nachteiligen Auswirkungen durch Nebenbestimmungen ausgeglichen werden können.

    Bei der Prüfung der Voraussetzungen sind auch die Auswirkungen auf die Nachbarschaft zu berücksichtigen.

Um ein Bauvorhaben verwirklichen zu können, sind folgende Unterlagen (4fach) dem Landratsamt Kronach neben dem Bauantrag zusätzlich vorzulegen: 

  1. Antrag auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung
     
  2. Bauantragsunterlagen
     
  3. Ermittlung des verloren gehenden Rückhalteraumes bezogen auf ein HQ100 des betroffenen Gewässers
     
  4. Erläuterung und planliche Darstellung für den zeitgleichen Ausgleich des verloren gegangenen Rückhalteraumes
     
  5. Auskunftsbogen zur hochwasserangepassten Ausführung von baulichen Anlagen 

Nach Vorlage der erforderlichen und vollständigen Antragsunterlagen erfolgt eine abschließende wasserwirtschaftliche Begutachtung und rechtliche Behandlung in einem neben der Baugenehmigung erforderlichen Wasserrechtsverfahren. Erst nach positiver Entscheidung hierüber kann das Baugenehmigungsverfahren weitergeführt werden.

Der Auskunftsbogen kann hier abgerufen und am PC ausgefüllt werden.
​Weitere Informationen sind hier abrufbar.

Heizölverbraucheranlagen in Überschwemmungsgebieten

Mit Inkrafttreten des Hochwasserschutzgesetzes II ab dem 05.01.2018 wurde festgelegt, dass die Errichtung neuer Lageranlagen für Heizöl, sogenannte Heizölverbraucheranlagen, in festgesetzten und vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebieten verboten ist. Ausnahmen hiervon sind unter bestimmten Voraussetzungen auf Antrag möglich.

Bereits vor dem Stichtag vorhandene Heizölverbraucheranlagen sind vom Betreiber bis zum 05.01.2023 nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik hochwassersicher nachzurüsten. Werden vorhandene Heizölverbraucheranlagen wesentlich geändert, so sind diese bereits zum Änderungszeitpunkt hochwassersicher nachzurüsten.

Die betroffenen Heizölverbraucheranlagen unterliegen der erstmaligen Überprüfung (Stichtag 05.01.2023) sowie der wiederkehrenden Prüfpflicht. Anzuwendende Vorschrift ist die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV).

Ein Anzeigeformular kann hier abgerufen werden.

Ergänzende allgemeine Informationen und Publikationen finden Sie bei den Merkblättern (siehe unten).
     

Für Sie zuständig

Ansprechpartner/inTelefonTelefaxZimmerE-Mail
Nicole Müller
Mitarbeiterin
09261 678-37609261 62818-376303nicole.goertler@lra-kc.bayern.de

Formulare

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Sonstiges

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Anschrift

Landratsamt Kronach

Güterstraße 18
96317 Kronach
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Telefon: 09261 678-0
Fax: 09261 678-211