Achtung Eichenprozessionsspinner!

14.06.2018

Gesundheitliche Gefahren machen auch die Sperrung von Wegen erforderlich

Seit ein paar Jahren besiedelt der unscheinbare Schmetterling den südlichen Landkreis Kronach. Der Falter an sich ist völlig harmlos, aber die Raupen haben es in sich. Die feinen Härchen lösen bei vielen Menschen eine Reizung der Haut und der Schleimhäute aus. Auch allergische Reaktionen sind möglich. Deshalb sollte ein Kontakt mit den Brennhaaren unbedingt vermieden werden. Der Forstschädling kommt ausschließlich auf Eichen vor Die Raupen befinden sich tagsüber in ihren Nestern, den so genannten Gespinsten. Abends wandern die Raupen, ähnlich einer Prozession, zum Fressen den Baum hoch. Die Raupen ernähren sich ausschließlich von Eichenblättern.

Aufgrund der gesundheitlichen Gefahren empfiehlt das Landratsamt, vorsorglich ausreichend Abstand zu Eichenbäumen einzuhalten, an denen man Raupen oder Gespinste sieht. Auch bittet die Behörde, es der jeweiligen Gemeinde zu melden, wenn man befallene Eichen feststellt. Auf keinen Fall sollte man in Eigenregie gegen die Gespinstnester vorgehen, sondern Fachfirmen beauftragen. Auch sollte man keine Selbsthilfemethoden wie Abflämmen oder Wasserstrahl anwenden, weil das die Problematik durch die Verteilung der Brennhaare noch verschärft. Bei Auftreten starker allergischer Symptome sollte ein Arzt aufgesucht werden. Der Patient sollte dabei auf den Kontakt mit den Raupenhaaren hinweisen.

In Teilbereichen des Landkreises sind bzw. werden öffentliche Geh- und Radwege vorübergehend gesperrt, bis die Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen abgeschlossen sind.

Foto
Raupen des Eichenprozessionsspinners

Kategorien: Landratsamt